Zeltlager am Lippehafen

 

Spekulationen um Detlef das Nutria beleben das Jugendzeltlager

Idyllisch gelegen ist der Zeltplatz am Lippehafen in Wesel und so machte sich in der 5. Ferienwoche eine Jugendgruppe im Alter zwischen 12-17 Jahren vom Jugendzentrum P-Dorf aus mit dem Rad auf nach Wesel.
Nicht der kürzeste Weg, sondern der schönste, durch Wald und Wiesen und bei besten Wetter wurde ausgewählt und so manch eine Gruppe durfte direkt alle Kräfte sammeln, um den Quertreiber über die Lippe zu ziehen. Gar nicht so einfach wie es denn aussah, das mussten einige mit Schweiß auf der Stirn feststellen.

Schnell war das Lager hergerichtet und einige Jungs waren sich sicher unter freiem Himmel schlafen zu wollen.
Doch dann kam Detlef ins Gespräch, das Maskottchen vom Lippehafen. Hierbei handelt es sich um ein Nutria, mit stattlicher Größe und gutem Appetit. Nachts geht er gerne mal an Land und sammelt ein, was Mensch so liegen lässt.
Manch einer ließ sich davon nicht abschrecken, eher vom nächtlichen Regen und so waren die Nächte im Lager eher still…bis auf Detlef!
Rascheln, Schatten und seltene Geräusche ersetzten eine schaurige Nachtwanderung.

Tagsüber standen weitere Radtouren zur Bislicher Insel und zum Strandbad am Auesee an. Leider spielte das Wetter nicht so wirklich mit, so dass die wahre Freude an einem Bad ausblieb.

Beim abendlichen Lagerfeuer erzählte man sich schaurige Geschichten und erfand eigene, die sich nicht selten um Detlef drehten. Er wurde oft gerufen, doch niemand bekam ihn je direkt zu sehen.

Mit dem Rad fuhr die Gruppe nach Krudenburg, um von dort aus eine Kanutour über die Lippe zu unternehmen. Diesmal blieben die Schleusen des Himmels geschlossen, jedoch kenterte ein Kanu mit der gesamten Mannschaft. Der Steuermann hatte seine Gruppe direkt in die Büsche manövriert, welche sich an Geäst und Stämmen klammerte und daraufhin kenterte. Der Tourenleiter angeleitete alle aus der Lippe und am Ende wollte niemand dieses Abenteuer missen.

Die letzten Stunden wurden in vollen Zügen genossen und am Freitag ging es mit dem Rad zurück nach Dinslaken.
Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen und so ist die Gruppe innerhalb einer Woche froh, sich kennengelernt zu haben. Alle sind sich einig darüber, dass man sich sicherlich noch einmal wiedertreffen wird.